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Ziele der Begabtenförderung

 „Das Hamburger Gymnasium fördert gezielt besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler. Das Gymnasium ermöglicht Schülerinnen und Schülern selbstständig, eigenverantwortlich, kooperativ und zielorientiert zu arbeiten.“

(Leitbild der Hamburger Gymnasien)

Ziele der Begabtenförderung

Uns Lehrkräften am Gymnasium Buckhorn ist es wichtig, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre individuellen Talente und Begabungen entfalten können. Dazu finden sie an unserer Schule ein reichhaltiges Angebot, welches das breite Begabungsprofil unserer Schülerinnen und Schüler  berücksichtigt. Besonders begabte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler werden dazu ermuntert, ihre Talente auch im außerschulischen Rahmen auszubilden.

Verantwortlich für den Bereich Begabtenförderung:

Seit dem Schuljahr 2013/14 bin ich am Gymnasium Buckhorn als Beauftragte für Begabtenförderung zuständig. Wenn Sie zu diesem Bereich eine Frage haben oder eine individuelle Beratung wünschen, können Sie sich jederzeit an mich wenden. Schreiben Sie mir eine E-Mail mit Ihrem Anliegen oder melden Sie über das Sekretariat einen Gesprächswusch mit mir an. Ich rufe Sie dann gerne zurück.

Susanne Rohrbach

Susanne Rohrbach

Begabtenförderung

E-Mail: rb@buckhorn.de

Telefon: (040) 4289 337 - 0

  • Begabtenförderung erfolgt nicht als isolierter Einzelunterricht oder in besonderen Lerngruppen, sondern gemeinschaftlich im Klassenverband. Das bietet für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit sich in ihrer Heterogenität zu erfahren und ein gegenseitiges Verständnis für einander zu entwickeln. Das stellt für uns einen wichtigen Beitrag zum sozialen Lernen dar. Im Einzelfall kann aber eine vorzeitige Versetzung bzw. die Teilnahme am Unterricht eines Faches in der höheren Klasse erfolgen („Springen“, „Teilspringen“).
  • Begabtenförderung erfordert eine Individualisierung des Lernprozesses und zugleich Angebote zu vernetzendem Lernen, welches die Fächergrenzen überschreitet. Dem selbstständigen und forschenden Lernen sowie handlungsorientierten Lernformen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

 

Maßnahmen und Angebote –  Erfassung des Begabungspotenzials

Wenn neue Schülerinnen und Schüler in der 5. Klasse bei uns eingeschult werden, gilt es ihre Begabungen und Talente zu erkennen um diese dann gezielt fördern zu können. So erhalten die Eltern einen Fragebogen, in dem sie die Stärken ihres Kindes, die Förder-/Forderangebote der Grundschule und die „Highlights“ der ersten vier Schuljahre angeben können. Auf dieser Grundlage wird für die entsprechenden Kinder ein „Talentbogen“ erstellt (entspricht dem Lernentwicklungsblatt), auf dem diese Informationen gesammelt werden. Dieser „Talentbogen“ stellt für uns Lehrkräfte eine wertvolle Informations- und Kommunikationsgrundlage dar. So können wir uns schon auf der ersten pädagogischen Konferenz der 5. Klasse darüber austauschen, ob sich die in der Grundschule gezeigten Begabungen auch hier am Gymnasium zeigen und inwiefern wir diese entsprechend mit inner- oder außerschulischen Angeboten fördern können. Der „Talentbogen“ wird die gesamte Unter- und Mittelstufe hindurch weitergeführt und dient auch bei den folgenden Konferenzen und den Lernentwicklungsgesprächen als Ansatzpunkt für den Austausch zwischen den Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und Eltern.

In der Sekundarstufe I gibt es folgende Förderangebote:

Begabungsfördernder Unterricht

Lernformen, die die Eigenverantwortung und die Selbstorganisation fördern, eignen sich in besonderer Weise, die unterschiedlichen Leistungspotenziale der Schülerinnen und Schüler wahrzunehmen. Durch das Methodencurriculum ab Klasse 5 werden die Schülerinnen und Schüler zunehmend in elementare Lern- und Arbeitstechnicken geschult und mit Präsentationstechniken vertraut gemacht. In den Klassen 5, 7, 9 und 10 wählen die Schülerinnen und Schüler einen Forscherkurs. Hier haben sie die Möglichkeit ihren Interessen und Begabungen entsprechend einen Kurs zu wählen (Klasse 5 und 9) oder eine selbstgestellte Forscherfrage zu bearbeiten und am Ende des Halbjahres der Schulöffentlichkeit zu präsentieren. Die Forscherkurse haben einen handlungs- und projektartig orientierten Ansatz, der besonders begabten und leistungsstarken Schülerinnen und Schülern entgegen kommt, da sie hier in ihrem Lerntempo und auf ihrem Fähigkeitsniveau arbeiten können.

 Wettbewerbe

Wettbewerbe beinhalten für Schülerinnen und Schüler einen Anreiz, ihre besonderen Fähigkeiten oft in Kooperation mit anderen, unter Beweis zu stellen. Durch unsere besondere Rhythmisierung besteht für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, einen Wettbewerbsbeitrag in den Klassenlernzeiten am Schulvormittag auszuarbeiten. Für „Jugend forscht“ steht hier dann sogar eine ehemalige Jurorin und selbst Naturwissenschaftlerin als Unterstützung zur Verfügung. Auch der Wettbewerb „Jugend debattiert“ wir in einer AG vorbereitet und hier am Hause durchgeführt.

Schulisches Enrichment

Zusätzliche individuelle Förderung können begabte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler durch die Erweiterung des Unterrichtsangebotes erhalten.

Das Gymnasium Buckhorn verfügt über ein Angebot an Arbeitsgemeinschaften, das auch die Bedürfnisse begabter Schülerinnen und Schüler berücksichtigt (z. B: „Jugend debattiert“, Orchester und Schulchor, vielfältige Sportangebote, Kunst …). Darüber hinaus können die Schülerinnen und Schüler auch durch Wahlmöglichkeiten ihren Neigungen nachgehen und ihre Talente weiter entwickeln.

Naturwissenschaftlich orientierte Schülerinnen und Schüler können im Wahlpflichtbereich einen Schwerpunkt im Fach naturwissenschaftliches Praktikum setzen.

Sprachlich begabte Kinder haben die Möglichkeit in der 7. Klasse Geschichte auf Englisch zu wählen. In der 8. Klasse können sie dann Französisch als dritte Fremdsprache lernen oder Theater auf Englisch zu wählen.

Es existiert ein Schüleraustausch mit Amerika und Frankreich. Ein Austausch mit Spanien befindet sich in Planung!

Außerunterrichtliche Förderung

Die Schule allein kann die Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler nicht leisten, weshalb sie dazu ermuntert werden, auch außerschulische Angebote zu nutzen. So bewerben sich unsere Schülerinnen und Schüler beispielsweise regelmäßig für die von der Beratungsstelle besondere Begabungen ausgeschriebenen Workshops zum kreativen Schreiben (KreSCH), den Robotik-Kursen und der Junior-Akademie in St. Peter-Ording.

Begabtenförderung in der Sek. II

Fächerübergreifendes Arbeiten und vernetztes Denken sind für alle Schülerinnen und Schüler grundsätzliche Herausforderungen in der Profiloberstufe. Das Gymnasium Buckhorn verfügt über die Möglichkeit, sechs unterschiedliche Profile anzubieten, so dass eine breitgefächerte Begabungpalette abgedeckt ist. Welche Profile in dem jeweiligen Jahrgängen Angeboten werden, hängt unter anderem von der Vorwahl in Klasse 10 ab. Zusätzlich zum allgemeinen Kursangebot haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Wissensgebiete mit den wöchentlich abgehaltenen Vorlesungen zu erweitern, zu denen Fachleute der unterschiedlichsten Fachrichtungen  eingeladen werden. Besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler nehmen an einem Junior-Studium teil und werden dafür vom Unterricht befreit.

Erfassung des Begabungspotenzials

  • Fragebogen an die Eltern der neuen 5. Klassen
  • Erstellung eines Talentbogens (Lernentwicklungsblatt)
  • Nominierung der begabten und leistungsstarken Schülerinnen und Schüler

In der Sekundarstufe I

Begabungsfördernder Unterricht

Berücksichtigung von eigenverantwortlichen und individualisierten Unterrichtsformen, Forscherkurse in den Jahrgangsstufen 5, 9, 7 und 10, Klassenlernzeit

Wettbewerbe

Jugend forscht, Jugend debattiert, Mathematikwettbewerbe, …

Wettbewerbsbeiträge können in der Klassenlernzeit am Vormittag erarbeitet werden.

Schulisches Enrichment

Bilinguales Konzept (Geschichte und Theater auf Englisch ab Klasse 7 bzw. 8), Angebote von AGs mit Schwerpunkt Sport, Kunst, Debattieren, Schach. Schulchor und Orchester.

Außerunterrichtliche Förderung

Teilnahme an Workshops der Beratungsstelle besondere Begabungen (z.B. KreSch), Sommerakademie, Juniorstudium ab Klasse 10.

In der Sekundarstufe II

breites Profilangebot, Vorlesungen, Studienzeit, Facharbeit, Ausbildung zum Lerncoach, Wettbewerbe, Frühstudium, …

„Sommerferien … und doch „zur Schule2“ gehen? Nein, wieso sollte ich?“ Ehrlich gesagt, war das mein erster Gedanke, als Frau Rohrbach mich und einige andere Schüler aus meiner Klasse auf die Junior-Akademie St.-Peter-Ordnung aufmerksam machte. Nach einigen Gedanken, gründlichem Durchschauen der Broschüre und einem abwägenden Gespräch mit meinen Eltern bewarb ich mich, weil ich es trotz meiner Vorurteile einmal ausprobieren wollte. Ich wurde – glücklicherweise – sofort angenommen und bekam sogar meinen Erstwunsch bei den vorgegeben Kursen: Fotografie & Kreatives Schreiben. Also hieß es Kofferpacken für 13 Tage Junior-Akademie in St.-Peter-Ording!

Dort angekommen wurden wir alle begrüßt und durften erst einmal unsere Zimmer beziehen. Danach gab es schon Abendbrot. Der Tagesablauf war straff geregelt. Morgens – ab 7.20 Uhr bis 8:30 Uhr – gab es Frühstück und pünktlich um 8:30 Uhr war das Morgenplenum in der Aula der anliegenden Schule, wo verschiedene  Dinge zum Tag besprochen wurden. Von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr fand die erste Unterrichtseinheit in den Räumen der Schule statt. Das hört sich jetzt sehr stark nach Schule an, aber es war wirklich entspannt in den Kursen und man musste sich gar nicht so stark anstrengen. Das Anstrengen variiert natürlich von Kurs zu Kurs. Wenn man z. B. so etwas wie „synthetische Biologie“ oder „Maschinenbau“ gewählt hatte, war es bestimmt um einiges anstrengender, aber natürlich trotzdem interessant. Wenn die Kursleiter sowie die neuen Leute wiederum einfach total nett sind, verfliegt der Tag nur so. Ich persönlich habe dort sehr viele nette Leute kennengelernt und stehe auch jetzt noch mit ihnen in Kontakt. Wir haben sogar vor, ein privates Treffen mit allen Mitgliedern der JuAk-Gesellschaft zu machen.

Nach dem Mittagessen um 12:00 Uhr war dann das erste kursübergreifende Angebot, dabei hatte man die Auswahl zwischen den Themen Musik/Tanz/Gesang, Kunst oder Architektur. Es gab aber auch teilweise verschiedene Sportkurse wie Beach-Volleyball oder Fußball. Um 16:00 Uhr begann wieder der Unterricht bis 18:00 Uhr, dann gab es Abendessen und danach war wieder küA – so wie wir die kursübergreifenden Angebote nannten. Um 22.00 Uhr war das Abendplenum, wobei es eines im Mädchenhaus und eines im Jungenhaus gab.

Das kursübergreifende Thema dieses Jahres war „Zukunft – Wege – Irrwege“. Dies galt sowohl für den Unterricht als auch für die küAs.

Zum Abschluss der Kurse gab ein eine Abschlussveranstaltung mit allen Teilnehmern der JuAk sowie Eltern, Verwandte, jede Menge Politikern und natürlich alle Kursleiter, Betreuer und Mitwirkenden.

Kurzum: Ich habe es nicht 1 Minute bereut, dass ich mich hier angemeldet habe!

Geschrieben von Alexandra, 10d

Seit dem Schuljahr 2015/16 gibt es am Gymnasium Buckhorn im 6. Jahrgang sogenannte Enrichmentkurse. Dies sind zur Zeit drei Kurse, die in einem begrenzten Zeitraum (8 bis 10 Termine) am Schulvormittag stattfinden. Ausgewählte Schülerinnen und Schüler verlassen zu den Kursstunden den Regelunterricht und arbeiten projektartig in den Enrichmentkursen, die thematisch aus den Fachbereichen Naturwissenschaften, Mathematik/Informatik und Deutsch gespeist werden. Den in diesen Stunden versäumten Unterrichtsstoff arbeiten die Schülerinnen und Schüler nach.

Die Anzahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ist begrenzt auf 8 bis 12 und deren Nomination für einen Kurs übernimmt Frau Rohrbach als Fachkraft für Begabtenförderung in Absprache mit dem Klassenlehrerteam und den Fachlehrkräften des Jahrgangs.

Entscheiden sich die Kinder, im Kurs mitzumachen, ist die Teilnahme verpflichtend und wird im Zeugnis dokumentiert.

„Enrichment“ bedeutet soviel wie „Anreicherung“ bzw. „Bereicherung“. Ziel ist es, den Schulalltag unserer (besonders) begabten und leistungsstarken Schülerinnen und Schüler im Sinne der individuellen Förderung zu bereichern, indem sie in diesen projektartig angelegten Kursen mit herausfordernden Aufgabenstellungen konfrontiert werden. Sie arbeiten selbstständig auf ihrem Niveau und in ihrem Lerntempo. Dabei können sie sich mit Kindern ähnlicher Interessenlage austauschen, wodurch Freundschaften und Netzwerke entstehen können und sollen, die Impulse für weitere Entwicklungschancen geben. In den kleinen Lerngruppen können sich die Kursleiterinnen und Kursleiter außerdem intensiv den Fragen und dem fachlichen Austausch der Kinder widmen.

Die derzeitigen Enrichmentkurse

BIONIK                                                                                                

Den Selbstreinigungseffekt der Lotosblume erforschen oder Fischflossen auf ihre besonderen Eigenschaften untersuchen. Experimentierfreude ist in diesem Kurs gefragt, denn jeder Termin steht im Zeichen eines besonderen Themas und in praktischen Versuchen wird erforscht, wie die Natur als Ideenpool für technische Problemlösungen genutzt werden kann. Die Kursleiterin ist die Naturwissenschaftlerin Frau Garg, die von der Netheler-Stiftung als Bionik-Multiplikatorin für Schulen ausgebildet wurde.

INFORMATIK (3D-PROGRAMMIERUNG)                                            

In diesem Kurs haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eigene 3D-Welten entstehen zu lassen. Zunächst erstellen sie einfache Objekte wie Kugeln, verschönern sie und positionieren sie im 3D-Raum. Anschließend lassen sie die Kugeln fliegen. Solche Bewegungen werden von dem Programm POV-Ray in einzelnen Bildern festgehalten, aus denen -ähnlich wie im Daumenkino- Filme entstehen. Die Kinder können so eigene kleine Geschichten in Form von Filmen (mit Vor- und Abspann und Musik) erstellen. Frau Marinescu leitet den Kurs.

KREATIVES SCHREIBEN                                                                

Eigene Geschichten oder Gedichte zu schreiben ist für manche Schülerinnen und Schüler mehr als ein Hobby. In diesem Kurs haben sie die Möglichkeit, sich über ihre Texte auszutauschen und neue zu verfassen. Hier wird zum Beispiel über die Farbe „Blau“ geschrieben, neue und alte Helden zum Leben erweckt oder das Ende für den Anfang einer Geschichte gesucht. Den Kurs leitet Frau Rohrbach.

demnächst auf dieser Bühne!