Geschichte

Allgemeine Ziele des Geschichtsunterrichts:

Der Geschichtsunterricht möchte Verständnis und Begeisterung für das Fach Geschichte wecken und Sensibilität für die Historizität alltäglicher Phänomene entwickeln.

Der Geschichtsunterricht ermöglicht ein breites Spektrum an Arbeitsweisen und -verfahren, um Inhalte kennenzulernen, Wissen zu erlangen, sich mit historischen und politischen Themen und Problemen zu beschäftigen und kritisch auseinanderzusetzen, um auch in aktuellen politischen Zusammenhängen urteils- und handlungsfähig zu werden.

Informationen

Zentrale Arbeitsweisen im Geschichtsunterricht sind das Erlesen von Quellen und Sekundärtexten, das Beschreiben und Auswerten von Bildern und anderen nichtschriftlichen Quellen, das Darstellen von historischen Sachverhalten, das Verfassen eigener Texte und das eigene Erforschen unbekannter Themen.

1. Dabei ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Arbeit im und für den Geschichtsunterricht die regelmäßige, übersichtliche und sorgfältige Heftführung, durch die der Unterricht vor- und nachbereitet wird.

2. Von Klasse 6 an wird mit einem Geschichtsbuch gearbeitet, um so das Lesen, das Verstehen, die Bildbetrachtung, das Kartenlesen und das selbstständige Nachschlagen zu üben. Es ist daher wichtig, dass die Schüler/innen so bald wie möglich an die systematische Benutzung des Buches herangeführt werden. Zunächst werden sie den formalen Aufbau des Buches kennenlernen; Hauptaugenmerk wird dann in Klasse 6 und 7 auf den Darstellungsteil gelegt: Dieser z. T. kompakt zusammenfassende, z. T. begrifflich oder in Bezug auf Zusammenhänge für Schüler/innen häufigschwer zu verstehende Buchteil wird gemeinsam besprochen, d. h. auch erläutert und gegebenenfalls kindgerecht veranschaulicht, natürlich auch mit dem Ziel, dass die Schüler/innen spätestens ab Klasse 8 mit Geschichts-Darstellungen eigenständig umgehen können.

3. In Klasse 6 und 7 wird mit Quellen hauptsächlich aus dem Geschichtsbuch gearbeitet. In Klasse 6 wird an schriftliche und nichtschriftliche Quellen herangeführt, wobei der Schwerpunkt auf die Erarbeitung der nichtschriftlichen Quellen gelegt wird. Schon in Klasse 6 soll den Schülerinnen und Schülern die Unterscheidung zwischen Beschreibung/Darstellung einerseits und Deutung/Interpretation andererseits deutlich gemacht und vermittelt werden. In der Mittelstufe (Klasse 8-10) wird die Quellenarbeit zunehmend zu einem Schwerpunkt des Unterrichts, und wir wollen die Schüler/innen befähigen, die Quellen (vorwiegend) eigenständig zu erarbeiten; spätestens in Klasse 10 müssen die Schüler/innen Strukturen historischer Texte erkennen, sie auch unter systematischen Aspekten oder übergeordneten Fragestellungen sowie in eigenem Vokabular verdeutlichen und interpretieren können.

4. Die Anforderungen für die schriftlichen Arbeiten, Tests und Klausuren ergeben sich aus dem Unterrichtsstoff. Schrittweise wird dabei auf die Anforderung der Oberstufe vorbereitet:

  • Klasse 6:      Reproduktion von historischen Fakten und Zusammenhängen
  • Klasse 7/8:    Reproduktion von historischen Fakten und Zusammenhängen und Reorganisation (Position des Verfassers erkennen und Einordnung in den historischen Zusammenhang)
  • Klasse 9:      Transfer (der Vergleich von Textgedanken mit dem im Unterricht behandeltem Stoff)
  • Klasse 10:     divergierendes Denken (die Stellungnahme, d.h. die Auseinandersetzung mit den Text-Gedanken sowie ein eigenes begründetes Urteil)

5. Um das selbstständige Arbeiten der Schüler/innen zu fördern, fordern wir von ihnen im Rahmen von kleineren und größeren Projekten eigenständige Bearbeitung historischer Themen und deren angemessene Präsentation. Dabei wird als Sozialform die Gruppenarbeit geübt, aber auch Plan- und Rollenspiele kommen zum Einsatz. Als Präsentationsform werden das Vorträge-Halten sowie die Nutzung alter und neuer Medien trainiert.

Überblick:

  • Lesen und Besprechen eines Darstellungsteils im Geschichtsbuch
  • Arbeit mit verschiedenen Quellen
  • Umgang mit traditionellen und neuen Medien erlernen
  • Erzählungen und Vorträge (Referate) halten
  • Umgang mit alten und neuen Medien (Smartboard)
  • Filme auswerten
  • Exkursionen (z.B. in Klasse 7 zum Thema “Stadt” und in Klasse 9/10 nach Neuengamme oder eine alternative Stadtrundfahrt) durchführen
  • Teilnahme an politischen Veranstaltungen in der Schule oder außerhalb
  • Interviews (z. B. mit Zeitzeugen) führen
  • Gruppenarbeit
  • projektorientierte Arbeit -fächerverbindendes/ -übergreifendes Arbeiten
  • freiwillige Teilnahme am Wettbewerb des Bundespräsidenten zur deutschen Geschichte
  • Plan- und Rollenspiele (Konflikt- und Entscheidungstraining, szenische Darstellungen)

6. Um die Anschaulichkeit und den Gegenwartsbezug historischer Themen zu vertifen, werden Exkusionen durchgeführt (z. B. Stadtbesichtigungen, Museumsbesuche, Besuch der Gedenkstätte Neuengamme …)

Geschichtswettbewerb

Das Gymnasium Buckhorn ist die landesbeste Schule

Beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2016/2017 haben unsere Schülerinnen und Schüler mit sehr großem Engagement teilgenommen und vielfach hervorragende Beiträge eingereicht. Insgesamt werden unsere Schüler mit 9 Preisen ausgezeichnet, so dass das Gymnasium Buckhorn zusätzlich auch als landesbeste Schule geehrt wird.

Mit einem Landessieg ausgezeichnet wurden:

8b Ben Konfirmation im Wandel der Zeit
11 Hendrik Zeugen der Verbrechen, eine Graphic Novel
11 Jule Religiöse Toleranz in Hamburg und Altona als Folge der Reformation
12 Katinka Konformität und Nonkonformität im Nationalsozialismus am Beispiel des Pastors des Evang.-Luth. Kirchspiels Bergstedt

Mit einem Förderpreis ausgezeichnet wurden:

9b Luca DIE ALBERTINEN  – Das  EV. AMALIE-SIEVEKING KRANKENHAUS
9d Christopher Fußball als Ersatzreligion – Am Beispiel des HSV und Uwe Seelers
11 Julia Der Wandel der Bahnhofsmission – Vergleich der Gründerzeit und der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg –
11 Leonie Das Rauhe Haus im Nationalsozialismus
11 Sophie Das Schicksal „nichtarischer“ Christen im NS-Staat am Beispiel von Christine Biehl

Herzlichen Glückwunsch!

(Fotonachweis: Körber-Stiftung/Claudia Höhne)

Siehe auch:

Hier gibt es eine kurze Charakterisierung der Beiträge der Landessiegerinnen und Landessieger des Gymnasiums Buckhorn:

»Konfirmation im Wandel der Zeit« von Ben (Klasse 8, Gymnasium Buckhorn, Hamburg)

Anlässlich seiner eigenen bevorstehenden Konfirmation befasste sich Ben Witzke in seinem schriftlichen Beitrag mit der Frage nach der Veränderung der Konfirmation von 1945 bis heute. Für drei Generationen untersuchte er den persönlichen und gesellschaftlichen Stellenwert und die Ausgestaltung der Konfirmation im Hamburger Stadtteil Bergstedt. Neben Recherchen in Bibliotheken, dem Statistischen Landes-amt, dem Kirchenarchiv und dem Konfirmationsmuseum führte der Schüler Interviews mit Zeitzeugen und Pastoren durch. Behandelt werden dabei Aspekte wie die persönliche Bedeutung, die Vorbereitung, der Gottesdienst und die Erinnerungsgegenstände der Konfirmation. Eine Schlussfolgerung ist, dass die Motivation für die Konfirmation eine der wichtigsten Veränderungen darstellte: War die Konfirmation vor 70 Jahren noch selbstverständlicher Bestandteil des Erwachsenwerdens, entscheiden sich Jugendliche zunehmend bewusst für diesen Schritt, wobei Gemeinschaft eine zunehmende Rolle spielt.

» Zeugen der Verbrechen . Ein Graphic Novel über die Verfolgung und Vernichtung der Zeugen Jehovas 1934 – 1945« von Hendrik (Klasse 11, Gymnasium Buckhorn, Hamburg)

In Form eines schwarz-weiß gestalteten Graphic Novel setzt sich Hendrik Bodewig mit der Geschichte der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus auseinander. Beginnend mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler 1933 zeichnet er beispielhaft die fiktive Biografie eines Hamburger Zeugen Jehovas und dessen Erfahrungen im nationalsozialistischen Regime nach. In den Schritten Veränderung – Widerstand – Vernichtung erzählt der Beitrag vom Alltagsleben im Nationalsozialismus und dem anschließenden Leiden im KZ Neuengamme. Der Schüler recherchierte hierfür in Original-Prozessakten des Staatsarchivs. Mit der zeichnerischen Darstellung möchte er insbesondere di e Gefühle und Gedankengänge der Verfolgten in den Fokus bringen. Er betont, dass die Erinnerung an diese oft wenig bekannte Opfergruppe des Nationalsozialismus aufrechterhalten werden muss.

»Religiöse Toleranz in Hamburg und Altona als Folge der Reformation« von Jule (Klasse 11, Gymnasium Buckhorn, Hamburg)

Jule Grossmann widmet sich in ihrem schriftlichen Beitrag der Frage, inwiefern die lutherisch geprägten Orte Hamburg und Altona in der Frühen Neuzeit tolerant gegenüber anderen christlichen Konfessionen waren. Im Fokus steht dabei der Vergleich der Reaktionen der jeweiligen Obrigkeiten auf die Zuwanderung von Glaubensflüchtlingen wie Katholiken, niederländischen Calvinisten und Hugenotten. Anhand von Archivrecherchen, Expertengesprächen und Fachliteratur kommt sie zu dem Schluss, dass man trotz des verbreiteten Bildes eines »intoleranten« Hamburg und eines »toleranten« Altona in beiden Fällen eher von einer Duldung der anderen Konfessionen sprechen muss. Für die Obrigkeiten in Hamburg und Altona standen wirtschaftliche Gründe im Vordergrund. Die Schülerin schließt mit der Bilanz, dass die Frage von religiöser Toleranz weiterhin aktuell ist und sich Gesellschaften immer wieder neu mit ihr auseinander-setzen müssen.

»Konformität und Nonkonformität im Nationalsozialismus am Beispiel des Pastors des Evang.- Luth. Kirchspiels Bergstedt« von Katinka (Klasse 12, Gymnasium Buckhorn, Hamburg)

Anhand der Biografie des Gemeindepastors Peter Hansen Petersen des Evang.-Luth. Kirchspiels Bergstedt behandelt Katinka Kalusche die Frage von konformem und nonkonformem Verhalten im Nationalsozialismus. Sie untersuchte ausgehend von konkreten Verhaltensbeispielen die individuelle Lebenssituation des Pastors und dessen Haltung gegenüber dem nationalsozialistischen Regime. Die Schülerin ging dabei von modellhaften Ausdrucksformen von konformem und nonkonformem Erleben und Verhalten von Widerstand über Toleranz bis Identifikation aus und bettete diese in die historischen Rahmenbedingungen ein. Für ihre Recherche nutzte sie kirchliche und städtische Archive und Interviews mit Zeitzeugen. Sie zieht den Schluss, dass ein abschließendes Urteil über die Gratwanderung zwischen Konformität und Nichtkonformität angesichts der Ungewissheit, wie man selbst gehandelt hätte, schwierig ist.

Landessiegerinnen beim Geschichtswettbewerb!

Sophie Louise (9e) und Nadine (10c) haben beim Geschichtswettbewerb 2014/2015 jeweils einen Landessieg errungen. Jana Zeh (Geschichtsprofil S 2) gewann einen Förderpreis. Der Geschichtswettbewerb hatte dazu aufgefordert, sich mit dem Thema: Anders sein – Außenseiter in der Geschichte zu beschäftigen. Am 24. Juni wurden die Siegerinnen im Festsaal der Körber Stiftung von Schulsenator Thies Raabe und dem Vorsitzenden der Körber Stiftung geehrte. Von September 2014 bis Februar 2015 waren bundesweit über 5.000 Schülerinnen und Schüler auf historischer Spurensuche. Betreut wurden die Schülerinnen und Schüler von Herrn Dr. Schulz (Geschichtsprofil) und Herrn Mittwollen

Als Landessieger (je 250 €) ausgezeichnet und damit für die Bundesebene nominiert sind:

  • Sophie Louise (9e) mit dem Thema: Jakob Herzfeld – Erfolgsgeschichte eines Außenseiters
  • Nadine (10c) mit dem Thema: Hilde Wulff und die Kinder des Erlenbusches – Eine Außenseiterin hilft Außenseitern

Einen Förderpreise (100 €) erhielt:

  • Jana (Geschichtsprofil S 2) mit dem Thema: Somewhere Over the Rainbow – Ein Wohnprojekt von Schwulen nach der Maueröffnung 1990 in Ost-Berlin

Herzlichen Glückwunsch!

Erfolgreiches Geschichtsprofil gewinnt drei Landessiege!

Am 17. Juni wurden im Festsaal der Körber Stiftung die Landessieger des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten 2012/2013 geehrt.

Mit dabei waren in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler des Geschichtsprofils (S 2) von Herrn Mittwollen, die alle eigene Beiträge zum Thema Nachbarschaft eingereicht hatten und herausragende Leistungen erzielten. Drei Beiträge wurden als Landessieger (je 250 €) ausgezeichnet und sind für die Bundesebene nominiert:

Justus mit dem Thema: „Familienschatten – ein historischer Comic – Familie Schär 1934-1937“

Leander mit dem Thema: „Die Vertreibung meiner Großeltern aus Ungarn: Erlebte Nachbarschaften in der Zeit von 1933 bis 1960“

Carola und Maja-Livia mit dem Thema: „Deutsch-Serbische Nachbarschaften in den letzten 100 Jahren“

Einen Förderpreise (100 €) erhielt:

Charlotte mit dem Thema: „Erzwungene Nachbarschaft – Von Untermietern und Vermietern in der Nachkriegszeit“

Außerdem wurden Maja und Carola mit dem Engagementpreis 2013 ausgezeichnet. Der Engagementpreis ist mit 100 € dotiert und wird von einer privaten Stifterin ausgelobt. Er wird von der Landesjury des Geschichtswettbewerbs an einen Preisträgerbeitrag in Hamburg vergeben, der sich durch besonderes Engagement ausgezeichnet hat.

Herzlichen Glückwunsch!

Mathis erringt Landessieg!

Beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten stehen die Landesergebnisse fest. An der Ausschreibung »Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte« hatten sich neben Justus Griesenberg aus der Klasse 9a (über die Wandsbeker Büste des Sklavenhändlers Schimmelmann) Skandal auch der gesamte Profilkurs des 2. Semester mit insgesamt 18 Arbeiten beteiligt. Dabei errang Mathis einen Preis für den Landessieg (250€) für die Arbeit: Dr. med. Bayer – Pflichtbewusster Kinderarzt oder fehlgeleiteter Mörder?! Er hatte über den Harburger Kinderarzt Dr. Bayer und dessen NS Vergangenheit im Zusammenhang mit Harburger Euthanasie Fällen geforscht. Außerdem wurden 5 weitere Beiträge mit einem Förderpreis (100€) ausgezeichnet:

Christina , Marei für den Beitrag: Ein Strahlenskandal. Eine Chronik von Prof. Dr. Dr. Hübner und seiner Patientin

Christopher für den Beitrag: (Bau)Skandal im Alstertal. Die Frank’sche Siedlung

Michel für den Beitrag: Johann Gerhard Behrens. Aus dem Leben eines Pastors im Nationalsozialismus

Pascal , Jonah für den Beitrag: Der Fall Gehard Sommer

Antonia für den Beitrag: Bildwirkerei oder: Skandal für einen Gobelin

Herzlichen Glückwunsch!!

Ausrichter des Geschichtswettbewerbs ist die Körber-Stiftung, die Preise im Gesamtwert von 250.000 Euro auslobt. Auf der Landespreisverleihung am 27. Juni 2011 um 11:00 Uhr im KörberForum – Kehrwieder 12 zeichnet Bildungssenator Ties Rabe die Hamburger Landessieger aus.

siehe auch:

Veranstaltungen

Marione Ingram am Gymnasium Buckhorn

Die jüdische Schriftstellerin Marione Ingram (*1935) lebte als Kind während des Zweiten Weltkrieges in Hamburg. Sie erlebte in dieser Zeit Ausgrenzung und Diskriminierung und entkam nur knapp der Deportation. Während des Feuersturms 1943 irrte sie mit ihrer Mutter durch die brennenden Straßen der Stadt, weil ihr kein Zugang zum Luftschutzbunker gewährt wurde. Danach versteckte sie sich bei einem kommunistischen Ehepaar in Rahlstedt und wanderte schließlich mit 17 in die USA aus, wo sie bis heute lebt.

Nun kehrte sie für kurze Zeit nach Hamburg zurück und besuchte auch das Gymnasium Buckhorn, um aus ihrem Buch „Kriegskind. Eine jüdische Kindheit in Hamburg“ vorzulesen und ihre Geschichte zu erzählen. Diese Veranstaltung, die am 30. Oktober in unserer Aula stattfand und von Johanna, Mia, Leonard und Max moderiert wurde, entwickelte sich zu einem sehr berührenden Abend, der bei vielen der Zuschauer einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben dürfte.

Nachdem Frau Ingram zwei Auszüge aus ihrem Buch vorgelesen hatte, stellte sie sich den Fragen der Moderatoren und des Publikums, wobei sie zum einen auf ihre Erlebnisse in Nazideutschland und zum anderen auf ihr aktuelles politisches Engagement einging und einen Einblick in ihre Weltanschauung gab. Besonders beeindruckend war ihr Appell an die jungen Zuhörer, sich gerade in Zeiten des Populismus politisch zu engagieren und gegen Ausgrenzung zu kämpfen.

Es war außerordentlich interessant und bereichernd, eine Frau mit einer solch beeindruckenden Lebensgeschichte und einer so starken Botschaft bei uns an der Schule zu haben und die Chance zu nutzen, eine der wenigen noch lebenden Zeitzeuginnen persönlich kennen zu lernen.

Arik

Vorankündigung

Marione Ingram liest aus ihrer Autobiografie:

Kriegskind. Eine jüdische Kindheit in Hamburg

  Als Kind einer jüdischen Mutter und eines nicht jüdischen Vaters durchlebten Marione Ingram und ihre Schwestern Diskriminierung und Ausgrenzung bis hin zur existenziellen Bedrohung durch die Gestapo. Während der Bombennächte 1943 irrt die achtjährige Marione an der Hand ihrer Mutter durch die brennenden Straßen Hamburgs, weil ihnen kein Einlass in den schützenden Bunker ihres Hauses gewährt wird. Mit dem großen Evakuierungsstrom nach den Bombardierungen gelingt ihnen die Flucht aus der Stadt, später werden sie von einem kommunistischen Ehepaar versteckt. Im Alter von siebzehn fasst Marione schließlich den Entschluss, in die USA zu gehen …

In eindrucksvoller Dichte erzählt die Autorin von einer Kindheit und Jugend, die geprägt war von dem beklemmenden Gefühl der Unsicherheit und Bedrohung.

[Originaltitel: “The Hands of War”, New York 2013]

Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Ulrike Sparr.

Moderiert wird die Lesung von SchülerInnen des Gymnasiums Buckhorn

Anschließend wird es ausreichend Zeit und Gelegenheit zu Gespräch, Nachfrage und Diskussion geben.

Spenden zur Deckung der Kosten dieses Abends werden gern & dankend angenommen.