Kontakt
Gymnasium Buckhorn
Im Regestall 25
22359 Hamburg
Telefon: 040 4289337-0
Fax: 040 4289337-38
gymnasium-Buckhorn@bsfb.hamburg.de
Hanshu Zhang (Abi 25) hat bei der 29. Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten 2024/2025 mit dem Thema: „Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte“ einen ersten Bundespreise errungen. Die Preisverleihung fandet am 11.11.2025 durch Bundespräsident Frank Walter Steinmeier im Schloss Bellevue statt.
Der Festakt begann mit einer Rede des Bundespräsidenten, der die Leistungen der Preisträgerinnen würdigte und die Bedeutung des Geschichtswettbewerbs für unsere Demokratie hervorhob. Anschließend erhielten die Preisträgerinnen die Gelegenheit, im Bühnengespräch ihre Forschungsarbeit vorzustellen, bevor die Übergabe der Urkunden und des Preisgeldes in Höhe von 2500,- Euro durch den Bundespräsidenten erfolgte. Ein Empfang mit kleinen Häppchen und Getränken, auf dem sich der Bundespräsident unter die Anwesenden mischte, die die Gelegenheit für kurze Gespräche und Fotos nutzten, rundete die Veranstaltung ab.
Das Thema ihrer Arbeit war: „Die Schaffung einer neuen Grenze: Das Ghetto Hongkew. Jüdisches Exil in Shanghai zwischen 1938 und 1943“
Zum Inhalt:
Die Flucht vor den Nationalsozialisten führte ab den 1930er Jahren zu jüdischen Exilen in weiten Teilen der Welt. Eines dieser Exile war das Ghetto Hongkew in Shanghai, welches jüdischen Geflüchteten als letzte offene Zuflucht diente. Hanshu Zhang analysiert die diplomatischen, politischen und sozialen Hintergründe in ihrem Beitrag. Dabei kommt es ihr darauf an, die Perspektive der jüdischen Organisationen zentral miteinzubeziehen und in Resonanz mit der japanischen Regierung zu stellen. Diese kontrollierte ab 1941 Shanghai vollständig und wies ambivalente Einstellungen zur jüdischen Bevölkerung auf – einerseits schwankte sie zwischen antisemitischen Einflüssen, andererseits sah sie Vorteile in der Nutzung internationaler jüdischer Netzwerke. Um sich dieses Forschungsgebiet zu erschließen, las und übersetzte die Schülerin über 70 japanische Dokumente aus dem Nationalarchiv Japans, da deutsche, englische und chinesische Quellen nicht zugänglich waren.
Wir gratulieren Hanshu Zhang zu diesem phantastischen Erfolg!
Film zur Preisvergabe
weitere Informationen gibt es hier!
Bilder:
Körber-Stiftung / David Ausserhofer