Sozialpraktikum

seit dem Schuljahr 2018/19 gibt es aufgrund einer Initiative der Schülersprecher wieder ein Sozialpraktikum für alle Schüler*innen der S2.

Der Kontakt und die Auseinandersetzung mit Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, dienen zur Entwicklung und Förderung der sozialen Kompetenz. Die empathischen und kooperativen Fähigkeiten der Schüler*innen werden aus- und gleichzeitig Vorurteile und Berührungsängste abgebaut. Verantwortungsvolles Handeln, aber auch Solidarität und Wertschätzung für schwächere Mitglieder unserer Gesellschaft werden im Sinne schulinternen Leitbildes gefördert. Darüber hinaus leistet das Sozialpraktikum einen Beitrag zur beruflichen Orientierung im Bereich der sozialen Arbeit.

Das Sozialpraktikum findet immer in den letzten beiden vollen Schulwochen vor den Sommerferien statt und kann in einer Einrichtung absolviert werden, die mit benachteiligten Menschen arbeitet, die unserer Hilfe bedürfen.

Da das Sozialpraktikum nicht nur eine soziale, sondern auch eine emotionale Herausforderung für die Schüler*innen darstellen kann, werden wir sie im Laufe der S1 und S2 mit vielseitigen Veranstaltungen auf Herausforderungen und den Umgang mit diesen vorbereiten. Darüber hinaus steht Herr Becker, der Koordinator für das Sozialpraktikum, bei Fragen in seinen Sprechzeiten oder per Mail (br@buckhorn.de) zur Verfügung.

Als Alternative zum Sozialpraktikum gibt es die Möglichkeit, sich am Wiederaufbau und Erhalt der Kirche in Müsselmow zu beteiligen. Für Informationen zu diesem Projekt steht Herr Eiselen gerne per Mail zur Verfügung (el(at)buckhorn.de).

Termine

Schuljahr 2020/2021

07.06.-18.06.2021             Sozialpraktikum

Schuljahr 2021/2022

20.06.-01.07.2022            Sozialpraktikum

Falls sich noch Fragen ergeben, wenden Sie sich bitte direkt an mich.

Philipp Becker

Unterlagen Sozialpraktikum Schuljahr 2019/2020

Fragen zum Sozialpraktikum

Liebe Schüler*innen, liebe Eltern, liebe Kolleg*innen,

in Verbindung mit dem Sozialpraktikum entstehen natürlich auch immer wieder Fragen. Die sechs häufigsten Fragen und Antworten sind in diesem Dokument aufgelistet.

Mit freundlichen Grüßen

Philipp Becker

Koordinator Sozialpraktikum

Generell sollen alle Schüler*innen ein Sozialpraktikum absolvieren! Aufgrund bestehender Traditionen und unterschiedlicher Regularien anderer Schulen gibt es aber Ausnahmen:

Alle Schüler*innen, die die Mittelstufe am Gymnasium Buckhorn besuchten, können zwischen dem Sozialpraktikum und der Fahrt nach Müsselmow wählen. In Müsselmow wird zehn Tage unter Leitung von Herr Eiselen am Wiederaufbau einer mittelalterlichen Kirche gearbeitet. Aufgrund der geringen Bettenzahl in Müsselmow und der für Schüler*innen möglichen Arbeiten ist die Zahl der Plätze für diese Fahrt auf ca. 20 begrenzt. Sollte es zu viele Anmeldungen geben, wird gelost.

Schüler*innen, die nach der zehnten Klasse an das Gymnasium Buckhorn wechseln und an ihrer alten Schule ein Sozialpraktikum absolviert haben, können bei Herrn Becker schriftlich die Durchführung eines Betriebspraktikums beantragen. Hierzu reicht eine Mail mit den Daten des absolvierten Soziapraktikums (zeitlicher Rahmen, Name des Praktikumsbetriebs und Tätigkeit im Praktikum), den gesammelten Eindrücken und einer kurzen Begründung, wieso man gerne ein Betriebspraktikum machen möchte. Entspricht das gemachte Sozialpraktikum in Umfang und Ausrichtungen den Kriterien unserer Schule, wird ein Betriebspraktikum genehmigt. In Grenzfällen erfolgt eine Entscheidung in Absprache mit Herrn Böhm und Herrn Dr. Rinklake.

Das Sozialpraktikum kann in allen Einrichtungen absolviert werden, die mit benachteiligten Menschen arbeiten, die auf die Unterstützung anderer angewiesen sind. Dazu zählen: integrative Kindergärten, soziale Einrichtungen und Hilfsdienste, Essensausgabestellen, Schulen/Wohnanlagen für Menschen mit Behinderungen, Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Demenz und herausfordernden Verhaltensweisen, Einrichtungen für Obdachlose und Flüchtlinge, Bahnhofsmission, kirchliche Einrichtungen, Krankenhäuser etc.

Es ist wichtig, dass der Kontakt und der Umgang mit unterstützungsbedürftigen Menschen im Vordergrund stehen soll und nicht das jeweilige Berufsbild. Daher sind zum Beispiel Praktika bei einem Arzt oder Physiotherapeuten nicht erwünscht. Bei einem Praktikum im Krankenhaus ist darauf zu achten, dass es sich um ein Pflegepraktikum handelt.

Die Schüler*innen sollen in ihren sozialen Kompetenzen gestärkt werden und sich zu verantwortungsvoll handelnden Erwachsenen entwickeln. Ängste und Vorurteile gegenüber Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten, und Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, sollen abgebaut werden. So soll die Wertschätzung schwächerer Mitglieder der Gesellschaft gesteigert werden.
Darüber hinaus bietet das Sozialpraktikum auch die Möglichkeit in einem sehr geschützten Rahmen persönliche Grenzerfahrungen zuzulassen und sich so selbst auszutesten. Themen wie Tod, Altern, Umgang mit behinderten Kindern und ähnliches werden den Schüler*innen in ihrem späteren Leben begegnen. Hierauf können sie sich im Sozialpraktikum vorbereiten.

Generell sollten die Zeitfenster des Sozialpraktikums wie der Vorbereitungsveranstaltungen von anderen schulischen Veranstaltungen freigehalten werden. Ist dies aus organisatorischen Gründen nicht möglich, so ist eine direkte Absprache mit dem Koordinator für das Sozialpraktikum und dem Oberstufenkoordinator wichtig, damit eine sinnvolle Lösung gefunden werden kann. Dabei stellt die Freistellung einzelner Schüler*innen für einen Praktikumstag in der Regel kein Problem dar.

Das Sozialzertifikat ist eine Bescheinigung, über die im Verlauf der Schulzeit am Gymnasium Buckhorn erbrachten sozialen Tätigkeiten. Die Schüler*innen bekommen dieses Zertifikat mit ihrem Abitur und können es als Bestandteil von Bewerbungen für Stipendien, Ausbildungs- und Studienplätze o.ä. nutzen.

Die soziale Tätigkeit muss mindestens ein Schuljahr lang zuverlässig und regelmäßig ausgeübt werden. Das soziale Engagement muss außerhalb des regulär bewerteten Unterrichts stattfinden und darf auch nicht in die Note eines anderen Faches eingerechnet werden. Die soziale Tätigkeit muss einem zeitlichen Aufwand von mindestens 10 Zeitstunden pro Schuljahr entsprechen. Dabei wird die Zeit der Ausbildung, die zur Ausübung einer sozialen Tätigkeit berechtigt (z.B. Paten), nicht berechnet, da es hier oftmals noch nicht zur Ausübung der Tätigkeit kommt.

Bis zum Zeitpunkt einer flächendeckenden Einführung in allen Jahrgängen bekommen die Schüler*innen am Marktplatz für das Sozialpraktikum ein Sozialportfolio, in das sie alle vergangenen und zukünftigen sozialen Tätigkeiten am Gymnasium Buckhorn eintragen können. In diesem Portfolio sammeln die Schüler*innen eigenverantwortlich ihr soziales Engagement. Am Ende eines Schuljahres lassen sie sich dies von der jeweils zuständigen Lehrkraft per Unterschrift bestätigen. In der Einführungsphase ist eine rückwirkende Unterzeichnung durch die Lehrkraft nicht nötig.

Das Sozialzertifikat wird nur ausgestellt, wenn das Sozialportfolio rechtzeitig mit dem Start des schriftlichen Abiturs abgegeben wurde. Hierauf müssen die Schüler*innen eigenverantwortlich achten.