Projekte
Unterricht durch Stationenlernen
Zwei Schülerinnen haben ihre Erlmeyerkolben mit Hilfe einer Pipette mit Kalkwasser gefüllt und lassen darin Luftblasen aufsteigen. Karolin pumpt mittels eines Blasebalgs Raumluft ins Kalkwasser, während Kathrin in ihrem Gefäß durch einen Strohhalm ihre verbrauchte Atemluft aufsteigen lässt. Nach kurzer Zeit dann die Beobachtung: Während Karolins Kalkwasser klar bleibt, trübt sich die Flüssigkeit im zweiten Gefäß deutlich, ein Hinweis dafür, dass mit unserer Atemluft Kohlenstoffdioxid ausgeschieden wird.
Unterrichtsstation Lunge
Eindrucksvoller können Schüler kaum die Vorgänge des Atmens erfahren.
Am Nebentisch hören sich zwei Schüler gegenseitig mit einem Stethoskop ab. Herzschläge sind zu hören, Husten ebenso, nur die Atemgeräusche sind schwer wahrnehmbar. Wie schafft es bloß der Hausarzt, damit auch Krankheiten zu erkennen? Andere Schüler messen ihr Atemvolumen, indem sie in einen wassergefüllten Kanister blasen oder sie vergleichen ihre Atemlufttemperatur mit der Raumtemperatur und weisen ihre Atemfeuchtigkeit nach. Wieder andere halten die Luft an und vergleichen ihre Bestzeiten mit den Weltrekorden. Die Experimente und ihre Beobachtungen werden von den Schülern in Versuchsprotokollen festgehalten. Alle neun Stationen, welche die Fünftklässler am Gymnasium Buckhorn in ihren Zweiergruppen durchlaufen, werden begleitet von Informationsblättern, Rätselseiten zum Thema und Übungszetteln.
Beispiele für Schülerberichte
...in Kürze folgen weitere Projektberichte
|
Außerschulische Lernorte: Ein wichtiges Standbein für einen erfolgreichen NAWI-Unterricht ist an unserer Schule auch der Besuch außerschulischer Orte. Vom Wald an unserer Schule war schon die Rede, aber wir buchen auch Führungen in andere Wälder unter fachkundiger Leitung, untersuchen schulnahe Gewässer und die Quellen des nahen Rodenbeker Tals. Für alle Klassen verbindlich sind die Besuche im Universum Science Center in Bremen und das Vakuumpraktikum im DESY. Zum Thema Wasser haben zwei Klassen im Zentrum für Schulbiologie und Umweltbildung (ZSU) in Klein Flottbek Teichuntersuchungen durchgeführt und sich im Wasserforum der Wasserwerke über die Trinkwasserversorgung früher und heute informiert. An einem Projekttag waren wir auf der Elbe (Hafenrundfahrt), unter der Elbe (alter Elbtunnel) und an der Elbe im Sielmuseum, wo wir viel über das Klärwerk Kaltehofe erfuhren. Höhepunkt war der (geruchsmäßig) bleibende Eindruck im Abwassersystem des Sammlers Altona. |
Teilungs- und Klassenstunden nehmen sehr stark Bezug aufeinander, was nochmals beim Thema Wasser gut verdeutlicht werden kann: Während unsere Sechstklässler in den Teilungsstunden ein Stationenlernen durchlaufen, in dem es um die Oberflächenspannung von Wasser, Lösbarkeit verschiedener Stoffe in Wasser, Siedeverlauf, Auftrieb auf Schwimmkörper und Reinigung von Schmutzwasser geht, aber auch der Schulteich auf ph-Wert, Nitrat, Phosphor und Lebewesen untersucht wird, besprechen wir in den gemeinsamen Klassenstunden den Wasserkreislauf der Erde, das Wetter, unseren Wasserverbrauch, Gewinnung von Trinkwasser und Abläufe im Klärwerk. Orientiert am Rahmenplan haben die NAWI-Lehrer der Beobachtungsstufe Material zu den Themenbereichen gesammelt und unter der Verantwortung von zwei Kollegen zu Mappen zusammengefasst, nach denen wir alle einheitlich unterrichten. Dies betrifft die Stationen zur Luft, zum Fliegen, zu den Kerzenexperimenten, zum Lungen- und Wasserpraktikum ebenso wie auch das Pflanzenpraktikum. Dabei gibt es je nach Interessenlage auch Abweichungen zwischen den Klassen. So hat eine Klasse intensiv Keimlinge gezogen und beobachtet, eine zweite sich mehr um verschiedene Flugmodelle gekümmert, während eine dritte sich beim NATEX-Wettbewerb erfolgreich engagiert hat. |
